Wer nach einem Zahnverlust lange gewartet hat oder wessen Knochen aus anderen Gründen an Volumen verloren hat, steht manchmal vor einer zusätzlichen Hürde auf dem Weg zum Implantat. Denn ein Implantat muss vollständig vom Knochen umgeben sein. Fehlt ausreichend Knochen, lässt sich das Implantat nicht sicher verankern. Der Kieferknochenaufbau schafft genau die Voraussetzungen, die für eine stabile Implantation notwendig sind.
Wir führen das Knochenaufbauverfahren mit großer Sorgfalt durch. Wir erklären Ihnen, welches Verfahren in Ihrer Situation sinnvoll ist, was dabei passiert und wie die Heilungsphase aussieht. Kein Schritt ohne Verständnis auf Ihrer Seite.
Ein Knochenaufbau braucht Zeit. Die Heilungsphase bis zur eigentlichen Implantation dauert oft mehrere Monate. Das klingt viel, ist aber in den allermeisten Fällen gut verträglich und eine verlässliche Grundlage für ein dauerhaftes Ergebnis. Wir begleiten Sie durch diese Zeit und stellen sicher, dass jeder Schritt gut verheilt, bevor wir weitergehen.
Nach dem Verlust eines Zahns bekommt der Kieferknochen an dieser Stelle keine Belastungsreize mehr. Der Körper interpretiert das als Signal, dass der Knochen dort nicht mehr gebraucht wird und beginnt, ihn abzubauen. Je länger eine Zahnlücke besteht, desto ausgeprägter kann dieser Abbau werden. Auch nach Entzündungen oder Verletzungen kann Knochenmasse verloren gehen.
Es gibt verschiedene Methoden. Häufig wird Knochenmaterial eingebracht, das entweder vom Patienten selbst stammt, aus einer Knochenbank oder aus synthetischen Materialien besteht. Dieses Material wird in den vorhandenen Knochen integriert. In vielen Fällen werden auch Membranen eingesetzt, die das eingebrachte Material schützen und die gezielte Knochenbildung fördern. Welches Verfahren das richtige ist, hängt vom Ausmaß des Knochenverlusts und der geplanten Weiterbehandlung ab.
Er erfolgt unter lokaler Betäubung. Danach können Schwellungen und leichte Beschwerden auftreten, die sich in der Regel gut mit gängigen Schmerzmitteln behandeln lassen.
In den ersten Tagen empfehlen wir weiche Kost. Danach lässt sich der Alltag schrittweise wieder aufnehmen. Genaue Anweisungen erhalten Sie nach dem Eingriff von uns.
Das hängt vom Ausmaß des Aufbaus ab. In der Regel rechnen wir mit drei bis sechs Monaten, bevor das Implantat gesetzt werden kann.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es Risiken, zum Beispiel Infektionen oder unvollständige Einheilung. Wir bereiten jeden Eingriff sorgfältig vor und begleiten die Heilung engmaschig.