Eine Wurzelkanalbehandlung ist in vielen Fällen der erste Schritt, um einen entzündeten Zahn zu retten. Doch manchmal reicht sie nicht aus. Hartnäckige Infektionen an der Wurzelspitze, die auf konservativem Weg nicht vollständig eliminiert werden können, machen einen weiteren Eingriff notwendig: die Wurzelspitzenresektion. Bei diesem chirurgischen Eingriff wird die Wurzelspitze samt dem entzündeten Gewebe entfernt, um die Infektion dauerhaft zu kontrollieren und den Zahn zu erhalten.
In der Zahnarztpraxis & Oralchirurgie Tepe & Friesen in Stolberg-Breinig führen wir Wurzelspitzenresektionen mit großer Sorgfalt durch.
Sie kommt in Betracht, wenn trotz einer bereits erfolgten Wurzelkanalbehandlung eine anhaltende Entzündung an der Wurzelspitze besteht, die auf herkömmliche Maßnahmen nicht anspricht. Mögliche Ursachen können anatomische Besonderheiten der Wurzelkanäle oder Zysten sein. Die 3D-Diagnostik hilft uns, die Situation genau einzuschätzen.
Nach lokaler Betäubung wird das Zahnfleisch im Bereich der Wurzelspitze leicht zurückgeklappt, um Zugang zum Knochen zu erhalten. Dann wird die Wurzelspitze einige Millimeter abgetrennt und das entzündete Gewebe entfernt. Der verbleibende Wurzelkanal wird retrograd verschlossen, also von unten, um eine erneute Infektion zu verhindern. Anschließend wird die Wunde vernäht. Der Eingriff dauert in der Regel dreißig bis sechzig Minuten.
Die meisten Patienten sind nach einigen Tagen wieder vollständig belastbar. Leichte Schwellungen und Druckgefühl klingen rasch ab. Der Behandlungserfolg lässt sich nach einigen Monaten anhand einer Röntgenaufnahme beurteilen: Wenn der Knochen sich regeneriert und keine Entzündung mehr sichtbar ist, ist das ein gutes Zeichen. In vielen Fällen kann der Zahn noch viele Jahre beschwerdefrei im Mund bleiben.
Nicht jeder Zahn ist für eine Wurzelspitzenresektion geeignet. Manchmal ist eine Entfernung doch die bessere Wahl. Wir schauen uns den Befund ehrlich an und beraten Sie so, dass die Entscheidung auf einer soliden Grundlage steht.
Unter Betäubung ist der Eingriff gut tolerierbar. Nachher können vorübergehend Schmerzmittel helfen. Die meisten Patienten empfinden den Eingriff als weniger belastend als erwartet.
Bei guten Ausgangsbedingungen und sorgfältiger Durchführung sind langfristig stabile Ergebnisse möglich. Regelmäßige Kontrollen helfen, den Heilungsverlauf zu beobachten.
Das ist in Ausnahmefällen möglich, hängt aber stark von der Restzahnsubstanz und dem Zustand des Knochens ab.
Weiches Essen ist für die ersten Tage empfehlenswert. Danach können Sie schrittweise zur normalen Ernährung zurückkehren.